Westminster Abbey ist eine aktive Kirche, in der mehrmals täglich Gebete und Gottesdienste stattfinden. Ihre hoch aufragenden Gewölbe verkünden die unermessliche Größe Gottes, der nach Ansicht der Christen als Person sowohl innerhalb als auch außerhalb unserer täglichen Welt existiert. Wie viele andere prachtvolle Kirchen hat auch die Westminster Abbey die Form eines Kreuzes, um an den Tod von Jesus Christus zu erinnern, die Auferstehung und das Leben für jeden, der an ihn glaubt.

Östlich der Kirchenschranke befindet sich der Lettner, von dem seit Jahrhunderten bei Gottesdiensten die Größe Gottes besungen und lobgepriesen wird. Auf den Altären wird das zentrale Element der Anbetung Gottes durch die Christen, das Abendmahl, die Kommunion oder die Messe zelebriert. Durch diesen Akt der Danksagung, der im Gedenken an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi stattfindet, verbinden sich Gläubige mit ihm, indem sie das Sakrament von Brot und Wein miteinander teilen.

Die Grabmale und Denkmäler stehen sowohl für menschliche Würde und Errungenschaften sowie für den Glauben der Christen an ein Leben nach dem Tod.

Die Westminster Abbey wurde im 10. Jahrhundert gegründet. In dieser Zeit erkannten die meisten Christen in Europa die Autorität der römisch- katholischen Kirche und des Papstes an. Die Reformation im 16. Jahrhundert brachte in ganz Europa viele Veränderungen der Organisation und des Gottesdienstes in Kirchen mit sich. Die Church of England (die Mutterkirche der anglikanischen Kommunion) sagte sich von Rom los. Obwohl sie dennoch viele ihrer Traditionen bewahrte, entwickelte sie eigene Formen der Anbetung, indem sie den Gottesdienst auf Englisch und nicht auf Latein abhielt und die Heilige Schrift sowie die Tradition als maßgeblich festlegte.